Pressemitteilung

Volksbegehren startet Pinguin-Tour

30.01.2009 |

Ab Montag den 02. Februar startet das „Volksbegehren gegen neue Tagebaue – für eine zukunftsfähige Energiepolitik“ eine Pinguin-Tour durch 14 Brandenburger Städte. Die überlebensgroßen Pinguine sind ein Zeichen für den globalen Klimawandel, an dem die Braunkohleverstromung in der Lausitz mitschuldig ist.

Die Pinguine, die der Klimawandel aus der Antarktis vertriebenen hat, werden in der kommenden Woche in den Rathäusern der Gemeinden um Asyl bitten. Für diejenigen Bürger, die schon am Volksbegehren teilgenommen und damit den Klimaschutz und die direkte Demokratie gefördert haben, wollen sie in Anwesenheit der Presse den Bürgermeistern der Gemeinden eine Dankesurkunde überreichen. Außerdem halten die Tiere Wache vor den Meldeämtern und bitten die Bürger um die Rettung ihres Lebensraumes.

Das Braunkohleland Brandenburg hat in Deutschland den höchsten Treibhausgas-Ausstoß nach Einwohnern. Auf jeden Brandenburger kommen mehr als 20 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, mehr als doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt. Allein die beiden Vattenfall-Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe stoßen pro Jahr 36 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid aus - circa zehn Prozent der Emissionen, die in Deutschland durch die gesamte Energieerzeugung verursacht werden.

Wenn weiterhin wie bisher Strom aus Braunkohle erzeugt wird, können  die Klimaziele der Bundesrepublik nicht eingehalten werden. Doch der schwedische Staatskonzern Vattenfall will mindestens vier zusätzliche Braunkohle-Tagebaue in der Lausitz erschließen, um auch noch nach 2020 den klimafeindlichsten aller Energieträger verbrennen zu können. Sie nehmen in Kauf, dass Dörfer, Naturschutzgebiete und der Grundwasserhaushalt weiter Teile  Brandenburgs zerstört werden. Gegen diese Pläne wendet sich das Volksbegehren „Keine neuen Tagebaue – für eine zukunftsfähige Energiepolitik“, das einen sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohle und den Ausbau von erneuerbaren Energien fordert.

Noch bis zum 9. Februar können alle Brandenburger mit ihrer Unterschrift im Meldeamt den Ausstieg aus der klimafeindlichen Braunkohleverstromung unterstützen.

 

Die Termine (jeweils vor dem Rathaus/Meldeamt)

Montag 02.02.08

10.30-13.00 Oranienburg

14.30-17.00 Neuruppin

Dienstag 3.2.08

08.30-13.00 Bernau

14.00-18.00 Eberswalde

ab 14.oo Cottbus

Mittwoch 4.2.08

09.00-12.00 Fürstenwalde

14.00-18.00 Frankfurt/Oder (mit Theatergruppe)

Donnerstag 05.02.08

07.00-12.00 Eisenhüttenstadt

14.00-18.oo Königs Wusterhausen

ab 14.00 Senftenberg

Freitag 06.02.08

08.00-12.00 Brandenburg

13.00-16.00 Belzig

Samstag 07.02.08 – Montag 09.02.08

Ganztägig in Potsdam

 

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