Pressemitteilung
Jede Stimme zählt: BUND-Bundesvorsitzender ruft zur Unterstützung des Volksbegehrens auf
19.01.2009 |
Mit einem sechs Meter hohen Kohledinosaurier startet das Volksbegehren „Keine neuen Tagebaue - für eine zukunftsfähige Energiepolitik“ wenige Wochen vor dem Ende der Eintragungsfrist eine Aktionstour durch acht Brandenburger Städte. Zum Auftakt der Tour am 19.01. kamen der Bundesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Prof. Hubert Weiger und Nick Reimers, Journalist („taz“) und Gründer von „Wir Klimaretter“.
Der „Kohlosaurus“ ist ein Symbol für die veraltete „Dinosauriertechnik“ der Stromgewinnung aus Braunkohle. Mit ihm werden die Aktivisten des Volksbegehrens auf zentralen Plätzen der acht Tourstationen halt machen. Der Saurier stößt furchterregende Tagebaugeräusche aus und wird zum Höhepunkt der Aktion Hunderte von CO2-Luftballons aus seinem Körper in den Himmel emittieren.
Die Braunkohleverstromung ist die klimaschädlichste Form der Energiegewinnung überhaupt – ein Fossil von vorgestern. Mit ihr können die Klimaziele der Bundesrepublik nicht eingehalten werden. Dennoch wollen Vattenfall und die Landesregierung Brandenburgs in der Lausitz weitere Tagebaue erschließen. Sie nehmen in Kauf, dass Dörfer, Naturschutzgebiete und der Grundwasserhaushalt weiter Teile Brandenburgs zerstört werden. Das Volksbegehren will diese Pläne stoppen. Noch bis zum 9. Februar können alle Brandenburger mit ihrer Unterschrift den sozialverträglichen Ausstieg aus der Energiesteinzeit unterstützen.
Dazu erklärte Prof. Hubert Weiger (BUND-Bundesvorsitzender): „Klimaschutz ist in Deutschland nur ohne weitere Braunkohleverstromung realisierbar. Neue Tagebaue sind eine Investition in die klimaschädliche Technik von vorgestern. Noch sind drei Wochen Zeit, das Ruder rumzureißen und das Volksbegehren zu unterstützen. Jede Stimme zählt! Jeder Einzelne kann jetzt einen Beitrag dazu leisten, dass in Brandenburg eine zentrale Entscheidung für den Klimaschutz gefällt wird.“
Nick Reimers („taz“, „Wir Klimaretter“): „Wenn wir bei uns nicht anfangen mit dem Klimaschutz, werden es die ärmeren Länder erst recht nicht tun. Mit dem Volksbegehren haben wir jetzt eine einmalige Gelegenheit aktiv zu werden.“
Pressekontakt:
Thorben Becker, Tel. 0171-6065225 (BUND-Bundesgeschäftsstelle)
Nick Reimers Tel. 0173-2038239 (Presse Tourbegleitung)
Falk Hermenau, Tel. 0151-20110988 (Koordinator des Volksbegehrens)







