Pressemitteilung, Aktion

Die Zukunft ist erneuerbar - Kohle nur noch zum Grillen

10.11.2008 |

Der BUND fordert zum Karnevalsauftakt keine Büttenrede zum Energiestandort Brandenburg. Die Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND, Berlin und Brandenburg, verlangen anlässlich der heutigen Zukunftskonferenz „Energieland Brandenburg“ der SPD-Landtagsfraktion unter Teilnahme von Bundesaußenminister Steinmeier und Ministerpräsident Platzeck den Umbau der Energieversorgungssysteme in Berlin und Brandenburg.

"Der Bau neuer Kohlekraftwerke und die Erschließung neuer Tagebaue, wie von der SPD befürwortet, müssen zugunsten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien verhindert werden", fordert Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer des BUND Brandenburg. Nach seiner Überzeugung ist die Auszeichnung des Landes Brandenburg mit einem "Leitstern" für den Einsatz Erneuerbarer Energien ein Beweis dafür, dass es möglich ist, bis 2020 die Braunkohle durch Erneuerbare Energien zu ersetzen. Gleichzeitig ruft er zur Teilnahme am Volksbegehren "Keine neuen Tagebaue - für eine zukunftsfähige Energiepolitik auf.

"Schon heute arbeiten in der Solar- und Windindustrie fünfmal mehr Menschen als in der Kohleindustrie", ergänzt Ulf Sieberg, Referent für Klimapolitik beim BUND Berlin. Die Erforschung und Entwicklung Erneuerbarer Energien am Standort Berlin/Brandenburg sei daher ein Garant für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und für mehr Klimaschutz. Kohle solle nur noch zum Grillen verwendet werden. Der BUND macht sich deshalb für die Einrichtung eines länderübergreifenden Clusters zum Ausbau und der Nutzung Erneuerbarer Energien stark. "Berlin und Brandenburg müssen enger zusammenarbeiten, um gemeinsam die Entwicklung, Produktion und den Einsatz neuer, klimafreundlicherer Technologien voranzutreiben", betonte Sieberg.

Eine Potenzialstudie des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz vom letzten Jahr ist für ihn der Beleg, dass Brandenburg nicht nur seinen eigenen Energiebedarf aus Erneuerbaren decken, sondern in Bezug auf Berlin zum Stromexporteur für Erneuerbare Energien werden kann. So verfügt Berlin zwar über eine Reihe eigener, vom rot-roten Senat nicht ausgeschöpfter Potenziale, bei der Erzeugung durch Solar-, Windkraft- und Biomasseanlagen hält das Flächenland Brandenburg aber bei weitem mehr bereit, als es selbst benötigt. Ideal, um Berlin mit Erneuerbaren Energien zu versorgen.

Zudem bemängelt der BUND, dass die SPD zwar vom Klimaschutz rede, mit ihrer Energiepolitik zugunsten der Kohlekraftwerke aber die Zukunft verspiele. Bei seiner Rede auf der Zukunftskonferenz konnte Steinmeier keine Begründung für die Notwendigkeit neuer Tagebaue in der Lausitz liefern. Nach Meinung des BUND bleibt der SPD, auch mit einer Zukunftskonferenz, nur ein Karnevalsverein.

 

Für Rückfragen:

Ulf Sieberg, Referent Klimapolitik (030) 78 79 00-51, (0160) 919 624 71 Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer (0331) 237 00 141

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Aktion zur Zukunftskonferenz der SPD Brandenburg vor dem alten Rathaus Potsdam

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